“Leben heißt ein Kämpfer sein.” – Zum Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit am Beispiel der modernen Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule AachenKrebs, Stefan ![]() in Berichte zur Wissenschaftsgeschichte (2007), 30(3), 215-229 Der Beitrag geht der Frage nach wie Fritz Wüst, Professor für Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen (1901-1921), Akteurskonstellationen konstruierte, um die Machtverhältnisse zu Gunsten ... [more ▼] Der Beitrag geht der Frage nach wie Fritz Wüst, Professor für Eisenhüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen (1901-1921), Akteurskonstellationen konstruierte, um die Machtverhältnisse zu Gunsten der Aachener Hochschule zu verschieben. Wissenschaft und Öffentlichkeit werden dazu als Ressource füreinander verstanden. Über die Gründung eigener Fachzeitschriften, die Kooperation mit der Industrie und den Interessenverbänden sowie der Berliner Politik mobilisierte Wüst spezifische Öffentlichkeiten für sich und verknüpfte so die Aachener Hüttenkunde vielfältig mit dem sozialen Geflecht des Deutschen Kaiserreiches. Er verstand es, in seinen Vorträgen und Publikationen die Resonanzbedingungen seiner Zeit zu erkennen und für seine Anliegen zu nutzen. So stilisierte er beispielsweise die moderne Eisenhüttenkunde zur Antriebs- und Gestaltungskraft für die Weltmachtambitionen des Deutschen Kaiserreiches. Diese Politik für die Wissenschaft zeigt, wie auf institutioneller und intellektueller Ebene die Verflechtung wissenschaftlicher und politischer Zielsetzungen erfolgte. [less ▲] Detailed reference viewed: 167 (1 UL) “Im Sinne der rassischen Erneuerung unseres Volkes” : Albert Huyskens, die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde und das Aachener Stadtarchiv 1933–1944Krebs, Stefan ; in Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Aachener Geschichtsverein (2007), 109 Detailed reference viewed: 141 (0 UL) Das Schöne und der Krieg : Zur filmischen Ästhetisierung des Ersten Weltkrieges gestern und heute; Krebs, Stefan ![]() in Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte (2007), 9 The paper explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. The first part consists in a detailed film- and picture analysis of ... [more ▼] The paper explores the medial construction and aestheticising of the war, examining current TV documentaries on the First World War. The first part consists in a detailed film- and picture analysis of wartime film material. The second part examines how TV authors work with this material. These two inquiries constitute the basis of a conclusive synthesis, which examines continuities and breaks in the narration these pictures transport. This paper offers a contribution to the discussion on the treatment of pictures in the media and in historical science. Inherent in this research is also the principal question of whether the little picture- and film material we have determines our view of the First World War. Are the images of World War One not rather reread and reassembled in the course of contemporary discourse? [less ▲] Detailed reference viewed: 137 (0 UL) On the Anticipation of Ethical Conflicts between Humans and Robots in Japanese MangasKrebs, Stefan ![]() in International Review of Information Ethics (2006), 6 The following contribution examines the influence of mangas and animes on the social perception and cultural understanding of robots in Japan. Part of it is the narrow interaction between pop culture and ... [more ▼] The following contribution examines the influence of mangas and animes on the social perception and cultural understanding of robots in Japan. Part of it is the narrow interaction between pop culture and Japanese robotics: Some examples shall serve to illustrate spill-over effects between popular robot stories and the recent development of robot technologies in Japan. The example of the famous Astro boy comics will be used to help investigate the ethical conflicts between humans and robots thematised in Japanese mangas. With a view to ethical problems the stories shall be subsumed under different categorical aspects. [less ▲] Detailed reference viewed: 760 (0 UL) Im Fernsehen nichts Neues : Zur filmischen Ästhetisierung des Ersten Weltkrieges – Ein Forschungsbericht; Krebs, Stefan ![]() in Moderne. Kulturwissenschaftliches Jahrbuch (2006), 2 Detailed reference viewed: 285 (0 UL) Rezension von: Gisela Engel/Nicole C. Karafyllis (eds.) (2004). Technik in der Frühen Neuzeit – Schrittmacher der europäischen Moderne, Frankfurt/Main: KlostermannKrebs, Stefan ![]() in Sehepunkte (2005), 5(4), Detailed reference viewed: 305 (0 UL) In Celluloidgewittern : Die mediale Konstruktion von Wissenschaft und Technik als Paradigma des Ersten Weltkrieges; Krebs, Stefan ![]() in Technikgeschichte (2005), 72(3), 227-241 Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Inszenierung (und Bewertung der Rolle?) von Wissenschaft und Technik im Ersten Weltkrieg in populärwissenschaftlichen deutschen TV-Dokumentationen auseinander. Er ... [more ▼] Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Inszenierung (und Bewertung der Rolle?) von Wissenschaft und Technik im Ersten Weltkrieg in populärwissenschaftlichen deutschen TV-Dokumentationen auseinander. Er leistet einen Beitrag zur Diskussion um den Umgang mit Bildern in der Geschichtswissenschaft und ihrer Verwendung zur medialen Konstruktion von Vergangenheit. Die problematische Kernaussage der TV-Dokumentatoren – natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung und Entwicklung neuer Waffensysteme sowie die industrielle Massenfertigung von Rüstungsgütern und ihr ungehemmter Einsatz hätten der Kriegsführung eine völlig neue, moderne Dimension, wird im ersten Teil anhand aktueller Forschungsergebnisse zum Ersten Weltkrieg kritisch beleuchtet. Dabei zeigt sich, dass Wissenschaft und Technik tatsächlich nur einen Teilaspekt des vielschichtigen, normativ aufgeladenen Phänomens der Moderne darstellen, die Filmemacher also mit einem verengten Modernitätsbegriff arbeiten. (Das eigentliche Wesen des Ersten Weltkriegs – die Gleichzeitigkeit moderner und rückständiger Elemente – gerät in den Dokumentationen aus dem Blick?) Der zweite Teil des Beitrags beschäftigt sich mit der Inszenierungsform (mit den Modalitäten der Inszenierung? mit der Art und Weise der Inszenierung?) zeitgenössischen Bildmaterials und fragt nach möglichen Ursachen für die von den TV-Autoren gewählte Darstellungs- und Erzählform. Die Entscheidung der Filmemacher, ihre Erzählung anhand einer durchgehenden Illustrierung mit zeitgenössischem Bildmaterial zu entwickeln, hat gravierende Folgen für die Erzählinhalte: eine ausführliche Bildanalyse zeigt, dass die Autoren der inneren Logik zeitgenössischer Filmaufnahmen und den darin eingravierten Diskursen in weiten Teilen folgen. Die Bildauswahl und –kommentierung verzichtet auf eine quellenkritische Analyse, was die oben erwähnte verkürzte (verzerrte?) Darstellung des Ersten Weltkrieges zur Folge hat. Rekombinationen zeitgenössischer Aufnahmen tragen auch dazu bei, eine – von heutigen ästhetischen Konzepten geprägte – Idee des modernen Krieges zu perpetuieren. Und schließlich knüpft die spezifische Darstellungs- und Erzählform über den Ersten Weltkrieg an aktuelle Strömungen der bundesdeutschen Erinnerungskultur an. [less ▲] Detailed reference viewed: 217 (0 UL) |
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