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Uhrmacher, Martin UL

in Uhrmacher, Martin; Thewes, Guy (Eds.) Extra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne (in press)

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See detailNeue Staaten – neue Grenzen. Die Rhein-Maas-Mosel-Region zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816)
Uhrmacher, Martin UL

in Fickers, Andreas; Franz, Norbert; Laux, Stephan (Eds.) et al Repression, Reform und Neuordnung im Zeitalter der Revolutionen: Die Folgen des Wiener Kongresses für Westeuropa. Tagung und Workshop zum 200. Jahrestag des Abschlusses des Wiener Kongresses (in press)

Abstract Konferenz 200 Jahre Wiener Kongress Martin Uhrmacher Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress ... [more ▼]

Abstract Konferenz 200 Jahre Wiener Kongress Martin Uhrmacher Neue Staaten – neue Grenzen. Die Großregion zwischen den Grenzbereinigungen des Ancien Régime und der Neuordnung durch den Wiener Kongress (1779 – 1816). Der Vortrag untersucht die Veränderung von Grenzen und Ihre Entwicklung von sich teils überlagernden und durch Enklaven und Gemeinsherrschaften durchsetzten historisch gewachsenen Grenzsäumen hin zu begradigten, fest definierten und teils naturräumlichen Scheidelinien folgenden Staatsgrenzen. In der heutigen Großregion vollzog sich dieser fundamentale Wandel in nur drei Jahrzehnten: Er gliederte die Region vollkommen neu. Zunächst waren es 1779 mit dem Brüsseler Vertrag nach jahrzehntelangen Verhandlungen endlich zu einem Ausgleich zwischen Österreich und Frankreich gekommen, der die Grenzstreitigkeiten beseitigte und neue, begradigte Grenzen exakt festlegte. Ein ähnlicher Vertrag wurde auch zwischen Österreich und Kurtrier abgeschlossen. Doch die als endgültig geplanten Regelungen bestanden nur wenige Jahre: Infolge der französischen Revolution annektierte die französische Republik am 1. Oktober 1795 die österreichischen Niederlande mit dem Herzogtum Luxemburg und kurz darauf auch Kurtrier und die anderen linksrheinischen Territorien. Alle Staaten wurden aufgelöst und gehörten nun zum französischen Staatsgebiet; Teile der alten Grenzen bestanden als Départementsgrenzen weiter. Nach der Absetzung Napoleons beschloss der Wiener Kongress 1815 eine Neuordnung Europas. Doch im Maas-Moselraum blieben mit Ausnahme Frankreichs alle Territorien und Landesherrschaften, die hier seit dem Früh- und Hochmittelalter bestanden hatten verschwunden. Sie wurden ersetzt durch das neu gegründete Großherzogtum Luxemburg und das ebenfalls neu gegründete Königreich der Vereinigten Niederlande sowie durch die preußische Rheinprovinz, die den gesamten östlichen Teil umfasste. Bei der territorialen Neugliederung griff man in Teilen auf die bis 1795 bestehenden Grenzen des alten Herzogtums zurück. In der Schlussakte des Wiener Kongresses behandeln die Artikel 66 bis 69 das Großherzogtum Luxemburg. Hier werden die Grenzen des neuen Staates allerdings nur grob umrissen; detaillierte Regelungen blieben späteren Verträgen vorbehalten. Unstrittig war die Süd- und Westgrenze mit Frankreich; sie entsprach der 1769/79 festgesetzten und bis 1795 gültigen Linie mit Ausnahme des ehemaligen Herzogtums Bouillon als Zugewinn. Vollkommen neu festgelegt wurde jedoch die Ostgrenze: Mit der Schlussakte des Wiener Kongresses waren alle hier an Luxemburg angrenzenden Gebiete an das Königreich Preußen gefallen. In den Verträgen von Aachen (26. Juni 1816) und Kleve (7. Oktober 1816) einigten sich die niederländische und die preußische Seite darauf, dass die Flussläufe von Mosel, Sauer und Our zukünftig die gemeinsame Grenze bildeten. Hier offenbart sich ein grundlegender Wandel im Verständnis und der Genese von Grenzen: Bisher waren territoriale Veränderungen auf Grundlage historisch gewachsener Herrschaftsstrukturen vorgenommen worden. So konnten kleinere Herrschaften aber auch größere Gebietskonglomerate zwar durch Tausch, Verkauf, Abtretung oder - wie durch Frankreich praktiziert - als „Reunionen“ die territoriale Zugehörigkeit wechseln. Dabei wurden jedoch die historisch gewachsenen Grenzen beachtet, sogar noch bei der Einrichtung der französischen Départements 1795. Mit der Wahl des Flußverlaufs von Sauer und Our als Grenze zwischen Luxemburg und Preußen wurde dieses Prinzip durchbrochen und ein naturräumliches Gliederungselement als neu geschaffene Grenze gewählt. [less ▲]

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See detailKommunale Selbstinszenierung im vorstädtischen Raum. Ein neuer Blick auf Leprosorien des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

in Hesse, Christian; Schulte, Daniela; Stercken, Martina (Eds.) Kommunale Selbstinszenierung (in press)

Abstract zur Tagung „Kommunale Selbstinszenierung“ der Internationalen Kommission für Stadtgeschichte, des Schweizerischen Arbeitskreises für Stadtgeschichte und des NCCR 'Mediality. Historical ... [more ▼]

Abstract zur Tagung „Kommunale Selbstinszenierung“ der Internationalen Kommission für Stadtgeschichte, des Schweizerischen Arbeitskreises für Stadtgeschichte und des NCCR 'Mediality. Historical Perspectives' Universität Zürich, 3./4./5. September 2015 Martin Uhrmacher (Universität Luxemburg) „Leprosorien als kommunale Repräsentationsbauten im vorstädtischen Raum. Ein neuer Blick auf eine bisher wenig beachtete städtische Baugattung“ Die vor den Mauern mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Städte gelegenen Leprosorien werden heute zumeist noch immer als abgelegene und verborgene Orte der Exklusion angesehen, durch Zäune und Mauern von der Außenwelt getrennt. Dementsprechend wird auch der Baugattung „Leprosorium“ nur wenig architektonischer Wert zugebilligt, wie bspw. im Ausstellungskatalog „Aussatz – Lepra – Hansen-Krankheit: Demnach hatten sie „keinerlei repräsentative Bedeutung, im Gegenteil: eher unauffällig sollten sie sein, verborgen vor dem Blick der Stadtbewohner und Reisenden“. Im 2005 von Monika Escher und Frank G. Hirschmann publizierten Syntheseband „Die urbanen Zentren des hohen und späten Mittelalters“ zur Geschichte mittelalterlicher Städte zwischen Rhein und Maas werden Leprosorien zudem als „nicht wertungsrelevantes“ Urbanitäts- und Zentralitätskriterium“ bezeichnet; begründet mit der angeblichen „Tatsache, daß in der Regel der topographische Bezug zur Stadt gering war“. In der jüngeren Forschung hat sich diese Einschätzung nun grundlegend gewandelt. Leprosorien gelten aufgrund ihrer besonders prominent und exponiert ausgewählten Standorte an Kreuzungen, Brücken und Hauptausfallstraßen als präsente und das städtische Umland prägende kommunale Einrichtungen, die ein fester Bestandteil der städtischen Lebenswelt waren. Sie dienten nicht dazu, ihre Bewohner zu verstecken, sondern waren vielmehr mit Stiftungen und Spenden versehene städtische Einrichtungen, die vom Rat und den Bürgern auch als Prestigeobjekte betrachtet wurden. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Leprosorien als Repräsentationsobjekte der Stadtgemeinden auch dem bürgerlichen Selbstverständnis Ausdruck verliehen. [less ▲]

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See detailExtra Muros. Vorstädtische Räume in Spätmittelalter und Früher Neuzeit / Espaces suburbains au bas Moyen Âge et à l’époque moderne
Uhrmacher, Martin UL; Thewes, Guy

Book published by Böhlau Verlag (in press)

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ in den Sozial- und Geisteswissenschaften eingebrachten Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen ... [more ▼]

Stadt und Umland sind auf vielfältige Weise miteinander vernetzt. Die durch den „Spatial Turn“ in den Sozial- und Geisteswissenschaften eingebrachten Impulse, Geschichte wieder verstärkt in räumlichen Bedingungen zu denken und Veränderungen der Raumwahrnehmung intensiver in den Blick zu nehmen, sind das Anliegen des vorliegenden Bandes. Im Fokus der 24 Beiträge stehen u.a. Fragen zur kartographischen Repräsentation, zur Sozialtopographie vorstädtischer Räume, zu Inklusions- und Exklusionsprozessen, sowie zur unterschiedlich starken Ausprägung von Zonen städtischen Einflusses. Beleuchtet werden ausgewählte Städte aus Mittel-, Süd- und Osteuropa und besonders auch Festungsstädte sowie die in diesem Kontext oft wenig beachteten „Kleinen Städte". [less ▲]

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See detailDigitaler historischer Stadtatlas Luxemburgs (Villux10) - Projektvorstellung
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2017, February 22)

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See detailDie Darstellung von Wäldern im Rhein-Maas-Moselraum auf historischen Karten des späten 15. und des 16. Jahrhunderts
Uhrmacher, Martin UL

in Pauly, Michel; Pettiau, Hérold (Eds.) La forêt en Lotharingie médiévale / Der Wald im mittelalterlichen Lotharingien (2016)

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See detailLepra und Leprosorien in den Rheinlanden
Uhrmacher, Martin UL

in Portal Rheinische Geschichte (2016)

Die Lepra lässt sich bereits seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum nachweisen; sie gilt als eine der ältesten Seuchen der Menschheitsgeschichte. Zugleich ist sie auch eine Krankheit mit erheblichen ... [more ▼]

Die Lepra lässt sich bereits seit der Antike im östlichen Mittelmeerraum nachweisen; sie gilt als eine der ältesten Seuchen der Menschheitsgeschichte. Zugleich ist sie auch eine Krankheit mit erheblichen rechtlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen. Schon in dem Synonym "Aussatz" zeigt sich dies deutlich; denn die Absonderung der Erkrankten charakterisierte deren Sonderstatus in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lebenswelt. Leprakranke lebten deshalb bis zum Erlöschen der Krankheit in Mitteleuropa zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Leprosorien, die auch Siechenhäuser genannt wurden. Dabei handelte es sich um Institutionen, die speziell zur Unterbringung und Versorgung dienten und sich stets außerhalb der Städte befanden. Sie waren in den Rheinlanden weit verbreitet. Der Beitrag gibt einen Überblick über Entstehung, Verbreitung und Bauformen der 191 Leprosorien des rheinischen Raumes sowie in die Lebensweise und soziale Stellung der Bewohner. [less ▲]

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See detailDie Karte des luxemburgisch-kurtrierischen Grenzverlaufs aus dem Jahr 1776 – Ein Meisterwerk der Kartographie des späten Ancien Régime und eine faszinierende Quelle für die Landesgeschichte
Uhrmacher, Martin UL

E-print/Working paper (2016)

Das Nationalarchiv hat drei außergewöhnliche Dokumente aus dem Jahr 1776 online gestellt. Hierbei handelt es sich um zwei sehr große Karten (7,1m x 2m ; 3,3m x 2,1m), die den Grenzverlauf zwischen ... [more ▼]

Das Nationalarchiv hat drei außergewöhnliche Dokumente aus dem Jahr 1776 online gestellt. Hierbei handelt es sich um zwei sehr große Karten (7,1m x 2m ; 3,3m x 2,1m), die den Grenzverlauf zwischen Luxemburg und dem Kurfürstentum Trier zeigen. Sie wurden vom Ingenieur Bergé, Oberleutnant der österreichischen Armee, gezeichnet und mit Hilfe des Fotografen Tom Lucas und des Musée Dräi Eechelen digitalisiert. Hinzu kommt ein historisches Dokument von 325 Seiten in dem die auf den Karten abgebildete Grenze in Frage gestellt wird. Beide Karten sind aufgrund ihrer Größe nur schwer einsehbar, stellen aber eine wichtige Quelle für die Geschichte Luxemburgs dar und sind reich an Informationen, Details und Farben. Martin Uhrmacher, Dozent und Forscher an der Universität Luxemburg und Experte auf dem Gebiet der historischen Kartographie, hat beide Karten in diesem Beitrag ausführlich analysiert. [less ▲]

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See detailDie Region Titelberg – Fond-de-Gras im Bild historischer Karten vom Beginn des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Uhrmacher, Martin UL

in Le Fond-de-Gras - Histoire(s) d'un lieu: Des origines à nos jours / Der Fond-de-Gras - Geschichte(n) eines Ortes: Von seinen Anfängen bis zur Gegenwart (2015)

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See detailLeprosorien als kommunale Repräsentationsbauten im vorstädtischen Raum. Ein neuer Blick auf eine bisher wenig beachtete städtische Baugattung
Uhrmacher, Martin UL

Scientific Conference (2015, September 04)

Die vor den Mauern mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Städte gelegenen Leprosorien werden heute zumeist noch immer als abgelegene und verborgene Orte der Exklusion angesehen, durch Zäune und Mauern ... [more ▼]

Die vor den Mauern mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Städte gelegenen Leprosorien werden heute zumeist noch immer als abgelegene und verborgene Orte der Exklusion angesehen, durch Zäune und Mauern von der Außenwelt getrennt. Dementsprechend wird auch der Baugattung „Leprosorium“ nur wenig architektonischer Wert zugebilligt, wie bspw. im Ausstellungskatalog „Aussatz – Lepra – Hansen-Krankheit: Demnach hatten sie „keinerlei repräsentative Bedeutung, im Gegenteil: eher unauffällig sollten sie sein, verborgen vor dem Blick der Stadtbewohner und Reisenden“. Im 2005 von Monika Escher und Frank G. Hirschmann publizierten Syntheseband „Die urbanen Zentren des hohen und späten Mittelalters“ zur Geschichte mittelalterlicher Städte zwischen Rhein und Maas werden Leprosorien zudem als „nicht wertungsrelevantes“ Urbanitäts- und Zentralitätskriterium“ bezeichnet; begründet mit der angeblichen „Tatsache, daß in der Regel der topographische Bezug zur Stadt gering war“. In der jüngeren Forschung hat sich diese Einschätzung nun grundlegend gewandelt. Leprosorien gelten aufgrund ihrer besonders prominent und exponiert ausgewählten Standorte an Kreuzungen, Brücken und Hauptausfallstraßen als präsente und das städtische Umland prägende kommunale Einrichtungen, die ein fester Bestandteil der städtischen Lebenswelt waren. Sie dienten nicht dazu, ihre Bewohner zu verstecken, sondern waren vielmehr mit Stiftungen und Spenden versehene städtische Einrichtungen, die vom Rat und den Bürgern auch als Prestigeobjekte betrachtet wurden. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, wie Leprosorien als Repräsentationsobjekte der Stadtgemeinden auch dem bürgerlichen Selbstverständnis Ausdruck verliehen. [less ▲]

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See detailKarten als Träger von Raumwissen – Der Grenzraum zwischen dem Herzogtum Luxemburg, dem Königreich Frankreich und dem Erzstift Trier im Bild historischer Karten der frühen Neuzeit
Uhrmacher, Martin UL

Presentation (2015, March 06)

Kartographie und Grenzen gehören untrennbar zusammen. Spätestens seit der Frühen Neuzeit gelten Karten als das beste Mittel zur Darstellung von Grenzen und Grenzveränderungen in größeren räumlichen ... [more ▼]

Kartographie und Grenzen gehören untrennbar zusammen. Spätestens seit der Frühen Neuzeit gelten Karten als das beste Mittel zur Darstellung von Grenzen und Grenzveränderungen in größeren räumlichen Zusammenhängen. Im Gegensatz zur mündlichen oder schriftlichen Beschreibung, wie man sie beispielsweise aus Weistümern für kleinere Raumeinheiten kennt, lassen sich mit Hilfe einer Karte auch komplexe Grenzverläufe exakt und anschaulich zeigen. Mittelalterliche Karten verzeichneten in der Regel noch keine Grenzen. Das war weniger in fehlendem technischen Wissen als vielmehr in der Territorialstruktur und den Raumvorstellungen begründet: Es existierten zumeist noch keine Grenzen im Sinne einer Scheidelinie zwischen zwei Territorien. Die konkreten Verhältnisse zeigten sich vielmehr als Gemengelage aus sich überlagernden Herrschaftsrechten, Hochgerichtsbezirken, Gemeinherrschaften, umstrittenen Gebieten oder anderen Abhängigkeiten, die sich nur schwer exakt darstellen ließen. Ab dem späten 16. Jahrhundert setze ein Wandel ein; man begann, sich von den unübersichtlichen Herrschaftsstrukturen zu lösen und mit dem ‚Territorium‘ eine darüber gelagerte, flächige Raumstruktur zu denken und anzustreben. Unverzichtbare Voraussetzung einer derartigen Territorialpolitik war die genaue Kenntnis des Landes und seiner Grenzen, eine Aufgabe, für die man Spezialisten benötigte. Vor allem in Frankreich wurden schon früh große Anstrengungen zur exakten Vermessung von Territorien unternommen; dies setzte schon unter Ludwig XIII. ein und wurde im Zuge der Expansionspolitik Ludwigs XIV. noch intensiviert. Ute Schneider hat die „neue Definition von Macht über das Territorium“ treffend beschrieben: „Beide, das Territorium wie seine Grenzen, das lehrten die Expansionen und die Kriege, waren jedoch nicht auf ewig festgeschrieben, sondern dynamisch, und zwar aufgrund des eigenen Handelns. Die Machbarkeit von Grenzen durch Kriege und auf Karten gehörte zu den elementaren Erfahrungen dieser Zeit.“ Es ist genau diese Umbruchszeit, bei der das Referat einsetzt, um an ausgewählten Beispielen zu zeigen, wie Karten Raumwissen generieren. Konkret geht es dabei um die kartographische Darstellung des Grenzsaums zwischen dem Herzogtum Luxemburg und dem Erzstift Trier im Eifel-Moselraum. Zusätzlich wird auch die Vielschichtigkeit der Karte als historische Quelle in den Blick genommen; denn Karten sind als vielseitige, Schrift und Bild vereinende Wissensträger aufzufassen, deren Darstellungsmöglichkeiten gerade auch für politische Botschaften verschiedenster Art genutzt wurden. Die Karten, die im Referat vorgestellt und analysiert werden, dokumentieren einen herrschaftlich-politischen und sozialen Umgang mit Raum, dessen Regeln für jeden einzelnen Fall neu zu rekonstruieren sind. [less ▲]

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See detailLeben und Sterben in St. Jost: Aus der Geschichte eines Trierer Leprosenhauses
Uhrmacher, Martin UL; Irsigler, Franz

in Neues Trierisches Jahrbuch (2015), 55

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See detailBuchbesprechung von Julia Eulenstein: Territorialisierung mit dem Schwert? Die Federführung des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg (1307/08-1354) im Erzstift Trier
Uhrmacher, Martin UL

in Hemecht : Zeitschrift für Luxemburger Geschichte = Revue d'Histoire Luxembourgeoise (2015), 67(3), 369-371

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See detailIm Schatten der Wälle - Das Umland der Festung Luxemburg und seine Inszenierung in historischen Karten
Uhrmacher, Martin UL

Conference given outside the academic context (2014)

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